Tagesklinik 50plus - teilstationäre Neuropsychiatrie

Unsere Tagesklinik 50plus bietet Patienten und Patientinnen mit affektiven Erkrankungen (z.B. Depressionen) und neuropsychiatrischen Erkrankungen (z.B. Demenzen & andere Störungen höherer Hirnleistungen) Diagnostik und Therapien, die zu umfangreich oder komplex für eine ambulante Behandlung sind.

Montags bis freitags von 8:30 bis 15:00 Uhr bietet ein multiprofessionelles Team ein abwechslungsreiches, ganzheitliches Therapieprogramm an, das Ergotherapie, Physiotherapie, Gedächtnistraining, Kunsttherapie, Entspannung und viele andere Elemente beinhaltet.

Das gruppentherapeutische Angebot wird durch individuelle ärztliche und psychotherapeutische Einzelgespräche sowie eine spezifische medikamentöse Therapie und sozialmedizinische Beratung unter Einbeziehung der Angehörigen ergänzt.

Bei gegebener Indikation ist die An- und Abreise mittels Taxiverordnung möglich.

Aufnahmetermine können telefonisch mit der Stationsärztin (Tel. +49 (0)89 4140 4271) oder
der Pflege (Tel. +49 (0)89 4140 4261) vereinbart werden.


Ergotherapie


Der Begriff Ergotherapie leitet sich vom griechischen Wort ergon (= Werk, Tun, Handlung) ab und beschreibt eine handlungs-, kompetenz- und ressourcenorientierte Therapieform, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt und zum Erhalt größtmöglicher Selbständigkeit und Alltagsbewältigung beiträgt. Ergotherapie findet  als gruppentherapeutisches Angebot statt und beinhaltet ein ressourcenorientiertes kognitives Training, alltagspraktische Aktivitätsangebote wie eine wöchentliche Kochgruppe und die Möglichkeit  kreativ-handwerkliche Techniken  kennen zu lernen.

Ziele der ergotherapeutischen Behandlung:

  • Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbsteinschätzung
  • Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnis,          
  • Konzentration und Planung
  • Förderung von Kommunikation- und Kontaktfähigkeit
  • Ermöglichen von Gemeinschaftserleben
  • Förderung und Erhalt der Selbständigkeit
  • Erleben von Freude und Motivation am Tätigsein
  • Strukturierung des Tagesablaufs

Kreativ-handwerkliche Techniken in der Ergotherapie:

Ton, Flechtarbeiten mit Peddigrohr,  Papier- und Papparbeiten, Plastisches  Gestalten, Holz,  Arbeiten mit Stoff, Seide und Wolle, Mosaik, Bildnerisches Gestalten und weiteren kreativen Möglichkeiten.

Kunsttherapie


Was ist Kunsttherapie?

Kunsttherapie ist eine Therapieform, die kreatives bildnerisches Gestalten und therapeutisches Arbeiten verbindet. In der Kunsttherapie geht es um die Entfaltung des eigenen schöpferischen Potenzials, das bei der Entwicklung individueller Prozesse im Umgang mit Krisen und Krankheit hilfreich ist. Die Kunsttherapie orientiert sich dabei an den eigenen Ressourcen und den gesunden Anteilen des Patienten.

Worauf kommt es an?

In der Kreativität und im ganz konkreten kreativen Arbeiten zeigen sich viele verschiedene Möglichkeiten der Veränderung. Der wesentliche Inhalt der kunsttherapeutischen Arbeit ist die gegenwärtige Problematik des Patienten, deren Bearbeitung im Bild stattfindet. Das integrative bildnerische Arbeiten kann zur Entwicklung neuer Ideen, Konzepte und Lösungsstrategien führen. Allgemeine Ziele der Kunsttherapie

  • Resilienzstärkung
  • Ressourcenaktivierung
  • Verbesserung der Problem-, Krisen- und Krankheitsbewältigung
  • Förderung von sozialen Kompetenzen,
  • Eigenwahrnehmung,
  • Selbstwirksamkeit,
  • Selbstwert und
  • Kreativität
  • Erarbeitung von nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten
  • Angst- und Stressbewältigung.

Voraussetzungen für die Kunsttherapie

Voraussetzung für die Kunsttherapie ist die Bereitschaft, sich auf einen künstlerischen Gestaltungsprozess einzulassen. Dabei sind künstlerische Vorkenntnisse nicht notwendig. Die Therapie ist für alle Krankheitsbilder geeignet.

Was umfasst das kunsttherapeutische Angebot?

Die Gruppenarbeit mit einem individuellen oder einem gemeinsamen Thema. Die Einzelarbeit mit persönlichen Themen. Viele verschiedene Mal- und Zeichenmaterialien sowie Papiersorten und -formate.

Wie kann die kunsttherapeutische Arbeit helfen?

Der kreative Prozess kann die Konzentration, Wahrnehmung und Entspannung fördern. Dabei geht es nicht um das Malen „schöner Bilder“, sondern v. a. darum, einen persönlichen Ausdruck auch ohne Worte zu finden und zu bestärken. Durch die Interaktion in der Gruppe werden soziale Kompetenzen erworben. Auf diese Weise unterstützt die kunsttherapeutische Arbeit die eigenen Stärken.