Dr. Felix Müller-Sarnowski ist Facharzt für Neurologe und Spezialist für früh beginnende, schnell voranschreitende, erbliche und seltene atypische Varianten neurodegenerativer Erkrankungen. Hierzu zählen die autosomal dominanten Formen der Alzheimer-Krankheit und frontotemporaler Demenzen, Prionen-Krankheiten (z.B. Creutzfeld-Jakob-Krankheit), "Sprachdemenzen" (Primär Progrediente Aphasien), "Wahrnehmungs-Demenzen" (Posteriore Cortikale Atropie) und "Bewegungsdemenzen" (atypische Parkinsonsyndrome, Motoneuronerkrankungen).

Er war am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, der Neurologischen Klinik der Ludwig Maximilians Universität München sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegnerative Erkrankungen tätig und verfügt über umfangreiche Kenntnisse in Bioinformatik, medizinischer Bildgebung, Neuropsychologie und Neuroimmunologie.

Seine Forschungsinteressen gelten u.a. der Kartierung von Hirnfunktionen mit navigierter Transkranieller Magnetstimulation (nTMS), der klinischen und neuropsychologischen Charakterisierung seltener Modellerkrankungen, fortgeschrittenen Methoden anatomischer und funktioneller Bildgebung (Volumetrie, Traktographie, Tau-PET), sowie der Erschliessung und Analyse von Routinedaten mit Methoden des maschinellen Lernens (Datamining, Clinical Decision Support).

Mit seinem Kurs "Klinische Neuropsychiatrie", der von der Medizinischen Fakultät zum Wahlpflichtfach erhoben wurde und über MediTUM gebucht werden kann, möchte er seine Begeisterung an der Erforschung höherer Hirnleistungen an interessierte Studenten weiter geben.
Auf Anregung von Doktoranden bietet er ab dem Wintersemester 2020 ergänzend das Wahlfach "Experimentelle Neuropsychiatrie" an, in dem Studenten mit Interesse an einer neuropsychiatrischen Doktorarbeit Einblicke in wissenschaftliche Techniken wie z.B. Parzellierung und Volumetrie von MRT und PET, Fiber-Tracking, funktionelle MRT, genetische Analysen (GWAS) und die Entwicklung neuropsychologischer Tests gewinnen können. Ziel ist es dabei, diese Methoden "hands on" erfahrbar zu machen um eine bessere Vorstellung von der konkreten Tätigkeit im Rahmen einer etwaigen Doktorarbeit zu vermitteln.